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Die Säulen der Erde
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Die S√§ulen der Erde (engl. Original The Pillars of the Earth, erschienen 1989) ist ein historischer Roman von Ken Follett, der im mittelalterlichen England des 12. Jahrhunderts spielt. Die Geschichte der Kathedrale von Salisbury gilt als Vorbild f√ľr den Roman.[1] Im Vorwort zur deutschen Ausgabe Die Kathedralenbauer von Jean Gimpel schreibt Follett, wie ihm durch dieses Buch der Roman gelingen konnte.

Hintergrund
Im Jahr 1135 stirbt der damalige englische K√∂nig Heinrich I. im Alter von 67 Jahren und hinterl√§sst, da sein einziger ehelicher Sohn bei einem Schiffsungl√ľck umgekommen ist, nur eine Reihe unehelicher S√∂hne und seine Tochter Matilda, die seine Nachfolge antreten soll. Der Neffe des verstorbenen K√∂nigs, Stephan, macht ihr jedoch den Thron streitig. Seine Kr√∂nung zum neuen K√∂nig von England und seine Nichtanerkennung durch Matilda f√ľhren von einem Thronfolge-Krieg zu einem zwanzig Jahre dauernden B√ľrgerkrieg.

Handlung
Die Folgen dieses B√ľrgerkrieges wirken sich auf das Leben der Romanfiguren aus, darunter Prior Philip, Bauherr einer Kathedrale, Tom Builder, sein Baumeister nebst Familie, und die Adligen Aliena, Richard und William, die der Leser √ľber fast 50 Jahre begleitet.

Ein Teil der Geschichte widmet sich vor allem der Entwicklung der Architektur in der Errichtung von Kirchen im Mittelalter, die sehr anschaulich und bildhaft dargestellt wird. Zum Beginn wird in der Erz√§hlung die Romanik in der massiven Bauweise und den typischen Rundbogen und Tonnengew√∂lben beschrieben. Im Laufe der Geschichte wird der Trend zur fortschrittlicheren Bauweise im gotischen Stil aufgegriffen, bei der mit weniger Materialaufwand h√∂here Geb√§ude mit gr√∂√üeren Fenstern errichtet werden konnten ‚Äď in dem Zusammenhang erscheint am Rande auch Abt Suger von Saint Denis bei Paris. Dazu werden die Bautechniken wie Spitzbogen und Kreuzgew√∂lbe detailliert erkl√§rt.
Vor dem geschichtlichen Hintergrund des mittelalterlichen Englands steht der Bau einer Kathedrale im s√ľdenglischen fiktiven Ort Kingsbridge im Mittelpunkt des in sechs B√ľcher unterteilten Romans.

Philip, ein fortschrittlich denkender junger Prior, m√∂chte seinen Traum vom Frieden mit Hilfe des Steinmetzen Tom Builder Wirklichkeit werden lassen: Die Errichtung einer neuen Kathedrale. In einer langen Zeit blutiger Auseinandersetzungen zwischen Adel, Klerus und dem unter Ausbeutung und Not leidenden Volk m√ľssen sie sich jedoch bis zu ihrer Fertigstellung mit Hilfe der ehemaligen Grafentochter Aliena gegen ihre Widersacher Lord William Hamleigh und den machtbesessenen Bischof Waleran Bigod durchsetzen.

Prolog
Auf dem Richtplatz einer Ortschaft wird ein junger, den √∂rtlichen Zuschauern unbekannter Mann geh√§ngt, den man des Diebstahls eines wertvollen Kelchs f√ľr schuldig befunden hat. Eine junge Frau aus der Menschenmenge verflucht die drei Personen, die den Delinquenten an den Galgen gebracht haben: ein Priester, der den Diebstahl gesehen haben will, ein M√∂nch, der den gestohlenen Gegenstand als Eigentum des Klosters identifizierte, und ein Ritter, aus dessen Gewahrsam der junge Mann weggelaufen sein soll.

Erstes Buch (1135‚Äď1136)
Auf der Suche nach Arbeit ziehen der Steinmetz Tom Builder, seine Frau Agnes und die Kinder Martha (7) und Alfred (14) hungernd und frierend durchs Land. Als Agnes mitten im Wald einen Sohn zur Welt bringt, stirbt sie an Blutungen. Tom Builder setzt das Kind aus, da er nicht fähig ist, es zu ernähren. Ein Priester namens Francis findet den Jungen auf seiner Reise zu seinem Bruder Philip, einem jungen Prior einer Klosterzelle in der Nähe. Philip nimmt den Säugling auf und möchte ihn im Kloster großziehen. Durch die Mönche der Klosterzelle erhält der kleine Junge den Namen Jonathan.

Tom verliebt sich nach dem Tod seiner Frau Agnes in die vogelfreie Ellen, die sie schon einmal auf der Suche nach Arbeit getroffen haben. Sie und ihr Sohn Jack (11) schlie√üen sich ihm an, auf ihrer Wanderschaft kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Alfred und Jack. Wegen der Aussetzung des S√§uglings plagt Tom sein Gewissen. Ellen hat aber unbemerkt die Auffindung durch Francis beobachtet und kann Tom davon √ľberzeugen, den S√§ugling in der Obhut der M√∂nche zu belassen. Schweren Herzens, aber gl√ľcklich dar√ľber, dass der Junge lebt, ziehen Tom und Ellen mit ihren Kindern weiter und finden auf der Burg des Grafen Bartholom√§us von Shiring Arbeit und Unterkunft.

Als Philip durch seinen Bruder Francis von einem geplanten Sturz des neuen K√∂nigs Stephan erf√§hrt, beschlie√üt er, seinem Vorgesetzten, vertreten durch den bisch√∂flichen Erzdiakon Waleran Bigod, eine Warnung zukommen zu lassen. In Kingsbridge, der Mutterpriorei der Klosterzelle Philips, wird er auf der R√ľckreise f√ľr die Nachfolge des verstorbenen Priors nominiert und ‚Äď mit der Unterst√ľtzung Walerans ‚Äď gew√§hlt. Im Gegenzug muss Philip ihn anschlie√üend bei der Bischofswahl unterst√ľtzen. Nach seiner Wahl zum neuen Prior von Kingsbridge zieht Philip mit dem kleinen Jonathan in das Kloster nach Kingsbridge, um dort sein Amt anzutreten.

Waleran gibt die von Philip erhaltene Information √ľber die geplante Verschw√∂rung an die Gutsherrenfamilie Hamleigh weiter, die mit dem Verschw√∂rer Bartholom√§us verfeindet ist, seit dieser die Hochzeit ihres Sohnes William Hamleigh mit Aliena von Shiring (15) platzen lie√ü. Die Hamleighs erobern die Burg des Grafen Bartholom√§us von Shiring und nehmen ihn gefangen.

Tom, Ellen und ihre Kinder, die auf der Burg kurz zuvor Arbeit gefunden und Aliena kennengelernt hatten, sind nun erneut arbeitslos. Sie ziehen weiter zum Kloster Kingsbridge, wo Tom seinen ausgesetzten Sohn, Jonathan, erkennt. Er gibt sich den Mönchen aber nicht als Vater des kleinen Jungen zu erkennen. Nach einem von Jack gelegten Brand und dem damit verbundenen Einsturz der maroden Klosterkirche beauftragt Philip Tom mit dem Abriss der alten Kirche und dem Bau einer neuen Kathedrale.

Als Philips Gegenspieler im Kloster, Bruder Remigius, herausfindet, dass Tom und Ellen unehelich zusammenleben, muss Ellen Tom verlassen, was ihr nicht schwerf√§llt, wegen Alfreds gef√§hrlicher Aggressionen gegen√ľber ihrem Sohn, sowie auf Grund ihrer tiefen Abneigung gegen die Kirche, die in ihren Augen f√ľr den Tod von Jacks Vater zw√∂lf Jahre zuvor verantwortlich ist.

Zweites Buch (1136‚Äď1137)
Bischof Waleran und Prior Philip haben sich eine Audienz bei K√∂nig Stephan verschafft, um ihn zu ersuchen, aus den L√§ndereien der Grafschaft Shiring und deren Mitteln den Dombau zu finanzieren. Sie argumentieren, dass die Verschw√∂rung nur durch die beiden Kleriker aufgedeckt worden ist. Doch auch die Hamleighs stellen Anspr√ľche, da sie Bartholom√§us als Verschw√∂rer festgesetzt und an den K√∂nig ausgeliefert haben. Durch sie erf√§hrt Philip auch, dass Walerans Interesse an Shiring allein eigenn√ľtziger Natur ist: Er plant, sich eine Burg zu bauen. Daher vereinbart der Prior heimlich mit den Hamleighs, ohne Wissen Walerans, sich mit ihnen die Grafschaft zu teilen, wobei die Priorei Weideland f√ľr ihre Schafe und das Recht auf Entnahme von Steinen aus dem Steinbruch erh√§lt, sowie Holz aus den W√§ldern der Grafschaft Shiring f√ľr den Bau der Kathedrale. Diesem Kompromiss stimmt der K√∂nig zu und √ľberl√§sst die Grafschaft den Hamleighs. Philip hat sich aber nunmehr Waleran, seinen Bischof, zum Feind gemacht.

Inzwischen mittellos, leben Aliena (17) und Richard (14), die Kinder des gefangenen Bartholom√§us von Shiring, allein mit einem letzten verbliebenen Diener auf der Burg. Das √§ndert sich, als unvermittelt der gedem√ľtigte Lord William von Hamleigh (21) und sein Knecht erscheinen, den Diener t√∂ten und vor Richards Augen Aliena vergewaltigen. Die Geschwister fliehen und schlagen sich zum K√∂nigssitz nach Winchester durch, um die Freilassung ihres Vaters zu erreichen. Da der K√∂nig sich aber derzeit dort nicht aufh√§lt, versuchen die Kinder, wenigstens ihren Vater im Verlies zu sehen. Durch die finanzielle Hilfe einer Wollh√§ndlerin und die Bestechung der Wache treffen die Geschwister ihren sterbenden Vater im Verlies. Er nimmt ihnen den Eid ab, nicht zu ruhen, bevor wieder Richard der rechtm√§√üige Graf von Shiring ist. Aliena gelobt, ihren Bruder dabei zu unterst√ľtzen.

Auf der Suche nach Arbeit erleiden sie viele R√ľckschl√§ge, bevor Aliena durch den An- und Verkauf von Wolle, unterst√ľtzt von Prior Philip, der ebenfalls mit Wolle handelt, langsam zu Wohlstand kommt. Die Geschwister ziehen schlie√ülich nach Kingsbridge.

Der Dombau in Kingsbridge wird vor Schwierigkeiten gestellt, als die Hamleighs den Steinhauern der Priorei den zugesicherten Zutritt zum Steinbruch mit Waffengewalt verweigern. Durch eine friedliche Demonstration mit allen M√∂nchen, denen etwas anzutun die Bewaffneten nicht wagen, gelingt es Philip jedoch, den Steinbruch zur√ľckzuerobern.

Waleran und die Hamleighs verb√ľnden sich nun gegen Philip. Sie wollen erwirken, dass der Dombau in Shiring statt in Kingsbridge fortgesetzt wird. Dazu planen sie, dem zust√§ndigen Erzbischof die desolate Situation auf der Baustelle vorzuf√ľhren. Doch Philip wird gewarnt, sodass er die Bewohner der umgebenden D√∂rfer gegen Vergebung ihrer S√ľnden zur Mitarbeit an der Kirche aufruft, mit der Folge, dass sich dem Erzbischof bei seiner Ankunft das ansehnliche Bild einer Gro√übaustelle bietet. Der Dombau wird schlie√ülich nicht verlegt.

Auch Ellen kehrt zu Tom zur√ľck. Alfred und Jack, inzwischen √§lter, hassen sich zwar immer noch, halten sich jedoch mehr zur√ľck als fr√ľher. Au√üerdem verliebt sich Jack in Aliena.

Drittes Buch (1140‚Äď1142)
Das dritte Buch beginnt mit dem Tod des Grafen Percy von Shiring. Neben seinem Sohn William (24) erhebt auch Richard von Kingsbridge (17), inzwischen von Aliena finanzierter Ritter in K√∂nig Stephans Diensten, Anspr√ľche auf die Grafschaft, doch William kann sich beim K√∂nig durchsetzen. Er regiert sein Lehen mit Grausamkeit und Willk√ľr. Der geltungss√ľchtige F√ľrst versucht sich durch Mord, Vergewaltigung und Brandschatzung Respekt zu verschaffen.

Kingsbridge hat sich inzwischen zu einer Stadt entwickelt. Auf der Gro√übaustelle bringt ein Wochenmarkt dem Kloster zus√§tzliche Eink√ľnfte, der jedoch Williams Markt in Shiring Konkurrenz macht. Daher nimmt er, von Waleran dazu ermutigt, den Steinbruch der Priorei als Vergeltungsma√ünahme mit Waffengewalt in Besitz. Als Philip in dieser Angelegenheit den K√∂nig anruft, wird dieser von Mathildes Rebellen angegriffen, bevor er sich Philips annehmen kann. Die darauf folgende Schlacht gewinnen die Rebellen, der K√∂nig ger√§t in Gefangenschaft, aber sowohl Richard als auch William entkommen; letzterer l√§uft zu Mathilde √ľber. Die neue Herrscherin entscheidet den Streit zwischen dem Lord und Philip, indem sie William den Steinbruch zuspricht, der Priorei jedoch immerhin das Marktrecht gew√§hrt.

Jack (17) und Aliena (22) werden Freunde, als sie ihr gemeinsames Interesse an der Natur und an der Literatur entdecken. Langsam entwickelt sich daraus mehr, und bei einem ihrer Treffen haucht Jack Aliena sogar einen fl√ľchtigen Kuss auf die Lippen. Alfred (20) und Aliena √ľbernehmen die Organisation eines Neubaus der Kirche von Kingsbridge. Dabei macht Alfred Aliena einen Heiratsantrag; sie lehnt jedoch ab. Der gefangene Stephan wird im Tausch gegen den ebenfalls gefangenen Anf√ľhrer der Rebellen, Mathildes Halbbruder Robert von Gloucester, freigelassen.

Um Kosten zu sparen, verarbeitet Aliena inzwischen ihre Wolle zu Tuch. Doch die anstrengenden Walkarbeiten will keine ihrer Arbeiterinnen √ľbernehmen. Jack konstruiert deswegen eine mit Wasserkraft betriebene Walkm√ľhle f√ľr diesen Prozess. Dankbar kommt es zum Kuss zwischen den beiden. Doch weil Aliena das an ihre Vergewaltigung durch William erinnert, rennt sie pl√∂tzlich davon, um anschlie√üend monatelang nicht mehr mit Jack zu sprechen.

Nach einer Provokation durch Alfred kommt es zwischen ihm und Jack zu einer Hetzjagd wie fr√ľher, bei der die beiden die Baustelle besch√§digen. Die Zunft entl√§sst daraufhin Jack, den Rangniedrigeren. Doch Prior Philip ernennt Jack zu seinem Bauaufseher, unter der Bedingung, dass er ins Kloster eintritt.

Aus Widerstand gegen die hohen Pachtgeb√ľhren Williams bei der Shiringer Wollmesse veranstaltet Kingsbridge eine eigene. Sie verl√§uft sehr erfolgreich, besonders f√ľr den Marktriesen Aliena, bis der eifers√ľchtige und gedem√ľtigte Sir William mit seinen Berittenen eintrifft und die Messe sowie die Stadt niederbrennt. Bei dem Massaker sterben viele Menschen, darunter Tom Builder, w√§hrend die Existenzen vieler Menschen, z. B. Alienas und somit auch Richards, vernichtet werden. Nach diesem schweren Schlag f√ľr das Kloster steht der Dombau auf der Kippe.

Viertes Buch
William Hamleigh (26) wechselt direkt nach der Zerst√∂rung Kingsbridges erneut die Seiten; auf Veranlassung Walerans ist er nun wieder Anh√§nger K√∂nig Stephans. Da dieser jeden Mann im B√ľrgerkrieg dringend braucht, wird William sein vorangegangener Frontenwechsel vergeben.

Prior Philip plant den Neuaufbau Kingsbridges und ernennt Alfred Builder (21) zum Dombaumeister. Aliena (22) hat ein kleines Haus im Armenviertel bezogen. Um einen Geldgeber f√ľr seine milit√§rische Ausr√ľstung zu finden, verheiratet Richard (19) seine Schwester mit Alfred. Jack (18) bricht aus einer Disziplinarhaft im Kloster aus, um Aliena vor ihrer Hochzeit anzutreffen. Bei diesem Treffen kommt es zu einer intimen Begegnung: Die beiden k√ľssen sich und schlafen miteinander, diesmal ohne dass Alienas Erinnerungen sie qu√§len. Jack kann sie jedoch nicht von ihrer Vernunftehe abbringen, da sich Aliena dem Eid verpflichtet f√ľhlt, den sie ihrem Vater geschworen hatte. Schlie√ülich erf√§hrt er von Alfred, dass er Aliena nicht aus Liebe heiratet, sondern nur aus Geh√§ssigkeit gegen√ľber Jack.

Bei Alfreds und Alienas Trauung verflucht Ellen die Ehe, w√§hrend ihr Sohn schon auf der Pilgerreise nach Santiago de Compostela ist, wo er die Familie seines toten Vaters suchen will. Alfred ist von Anfang an ein schlechter Ehemann und Aliena merkt schnell, dass Alfred sie nicht liebt. Sie beginnt ihre Entscheidung zu bereuen und Alfred f√ľr seine frostige und unliebsame, z. T. brutale Art zu hassen. Sie merkt, dass sie schwanger ist ‚Äď von Jack, ihrer eigentlichen Liebe.

Philip hat den Bauarbeitern eine Pr√§mie versprochen, wenn sie vor der Zeit zum Pfingstfest mit dem Chor fertig werden. Dies gelingt, doch w√§hrend der Pfingstmesse, w√§hrend der Aliena ihren Sohn gebiert und Bischof Waleran verk√ľndet, dass Sir William endg√ľltig als Graf von Shiring best√§tigt worden ist, st√ľrzt das Deckengew√∂lbe auf die Gl√§ubigen herab, denn das von Alfred entgegen Toms urspr√ľnglichen Pl√§nen gebaute Steingew√∂lbe war zu schwer. Es gibt viele Tote und Schwerverletzte. Philips Tatkraft ist ersch√∂pft. Er gibt das Vorhaben auf, eine Kathedrale zu bauen. Zusammen mit ihrem S√§ugling macht sich Aliena anschlie√üend auf den Weg nach Spanien, um Jack zu suchen.

Der ist inzwischen in Toledo, wo er bei einem arabischen Konvertiten eine Madonnenstatue erwirbt, die aufgrund kristalliner Augen bei großen Temperaturschwankungen Tränen vergießt. Während seiner Reise lernt Jack den gotischen Baustil kennen und ist davon fasziniert. Er erkennt, dass sich damit höhere und lichtdurchflutete Kathedralen bauen lassen, da die Stabilität im Gegensatz zu den romanischen Kirchen im Wesentlichen auf tragenden Säulen und Spitzbogen beruht. Im Pariser Vorort St. Denis treffen sich Aliena und Jack wieder. Jack benennt seinen Sohn nach seinem verstorbenen Stiefvater Tom.

Als Jack dort einen Volksaufstand zum Erliegen bringen kann, indem er die weinende Madonna als ein Wunder Gottes ausgibt, kommt er auf die Idee, sie zu vermarkten. Auf Werbetour f√ľr den Dombau zu Kingsbridge, wo das Wunderwerk fortan aufbewahrt werden w√ľrde, nimmt Jack viele Spendengelder ein. In der Normandie trifft er schlie√ülich sogar unverhofft seine Verwandtschaft, bevor er, wieder in England, mit einer pomp√∂sen Schau in den Gottesdienst einzieht und mit der Attraktion und den gesammelten Geldern neue Begeisterung f√ľr den Dombau weckt. Jack wird Dombaumeister, doch Alienas Zusammenleben mit Jack ‚Äď schlie√ülich ist sie noch mit Alfred verheiratet ‚Äď kann nicht geduldet werden. Jack darf nicht mit bei ihr und den Kindern nachts wohnen, bis der Erzbischof die Ehe annulliert hat.

Weil Jack erfahren hat, dass Waleran Bigod seinen Vater auf dem Gewissen hat, plant Waleran, Jack im Zuge einer zweiten Brandschatzung durch William töten zu lassen. Doch Richard erfährt von dem geplanten Angriff auf Kingsbridge. Als Kommandant der Stadtwache zieht er an einem Tag eine provisorische Stadtmauer, einen Wall und einen Graben hoch, wodurch der Angriff scheitert. Aliena ist zum zweiten Mal schwanger. Mit Jack zusammenleben darf sie jedoch nicht, denn auf Bitten Williams verzögert Waleran durch seine Intervention beim Erzbischof die Annullierung der Ehe auf unbestimmte Zeit.

F√ľnftes Buch
Zu Beginn des f√ľnften Buches bittet der ehemalige Dombaumeister und inzwischen heruntergekommene und arbeitslose Alfred (32) Jack um Arbeit, was ihm dieser nach langem Z√∂gern gew√§hrt. Jack und Aliena (33) d√ľrfen nach wie vor nicht zusammenleben, doch mit ihren Kindern Tommy und Sally sowie der ledigen Martha (24) bilden sie wenigstens tags√ľber eine Familie, m√ľssen des Nachts aber in getrennten Betten schlafen.

Kurz vor dem Tod seiner Mutter heiratet William Hamleigh Graf von Shiring (37) die vierzehnjährige Elisabeth von Weymouth. Trotz aller Versuche gelingt es der jungen Frau nicht, mit ihrem sadistischen Ehemann und dem Hofstaat auszukommen; es fällt ihr schwer, sich an ihr neues Leben zu gewöhnen.

Beim Einweihungsgottesdienst der neuen Kathedrale, dem ersten gotischen Bauwerk Englands, unterbreitet Bischof Waleran William den Vorschlag, f√ľr das Seelenheil seiner Mutter eine imposantere Kirche in Shiring zu errichten. William ist dazu bereit.

W√§hrend eines Unwetters sucht Aliena auf Reisen in einer Dorfkirche Zuflucht. Dort lernt sie Elisabeth kennen. Die beiden Frauen freunden sich an. Aliena erteilt der J√ľngeren Ratschl√§ge, wie sie sich ihr Leben als Gr√§fin erleichtern und zielstrebig Anerkennung erlangen kann, wof√ľr ihr Elisabeth mehr als dankbar ist.

Mittels einer Verschwörung wird der weitere Dombau zu Kingsbridge zum Erliegen gebracht. Nach einem von Alfred, Williams Maulwurf, unter den dortigen Arbeitern angezettelten Streik wandern die Bauleute nach Shiring zum Kirchenbau ab, dessen Prior Remigius werden soll, wenn Waleran sie erst zu seinem Bischofssitz gewählt hat.

Die Grafschaft Shiring ist in einem katastrophalen Zustand, bedingt durch Missernten und Williams gnadenlose, das Volk ausbeutende Politik. Hunger und Elend treibt sie in die Wälder. Eine Horde dieser Gesetzlosen greift aus Hunger Kingsbridge an, doch gegen die ausgebauten, soliden Befestigungsanlagen haben sie keine Chance. Aliena erkennt durch diesen Angriff jedoch die Chance, wie sie Richard dazu bringen kann, ein Heer gegen William aufzustellen.

Von da an terrorisieren gut organisierte Milizen Gesetzloser Shiring, zur Schande Williams, aber auch zum Leid der Bev√∂lkerung. Bei einem Angriff auf eine M√ľhle, in der sich zwecks Pachteinforderungen auch William aufh√§lt, kommt es zum Kampf zwischen Richard und William. Richard flieht erfolgreich, William √ľberlebt.

Währenddessen findet von der Normandie aus eine Invasion Heinrich Plantagenets statt, Mathildes Sohn. Stephan und er einigen sich schließlich: Stephan bleibt König bis zu seinem Tod, Heinrich ist sein unumstrittener Nachfolger. Alle Lehen sollen wieder so wie zu Zeiten Heinrichs I., König vor Stephan, verteilt werden. Somit ist Richard rechtmäßiger Graf von Shiring. Während Williams Abwesenheit nehmen er und Aliena nach 17 Jahren mit Elisabeths Hilfe ihre Burg ohne viel Blutvergießen in Besitz. Waleran verschafft dem Hintergangenen immerhin das Amt des Vogts.

Bei einem Besuch in Kingsbridge versucht der mittellose Alfred ‚Äď noch immer mit Aliena verheiratet ‚Äď diese zu vergewaltigen. Richard kommt hinzu; im Kampf mit Alfred t√∂tet er ihn. Daraufhin versucht der neue Vogt William, Richard wegen Mordes zu verhaften, doch Richard flieht ins Kloster. Philip √ľberredet ihn zu einer s√ľhnenden Pilgerfahrt ins Heilige Land, die vom K√∂nig genehmigt wird, wo Richard Jahre sp√§ter stirbt. Jack (30) und Aliena (35) heiraten, und sie kann die Grafschaft wieder auf Vordermann bringen.

Sechstes Buch (1170‚Äď1174)
Zu Beginn des sechsten Buches wird die Kathedrale vollendet. Philip, inzwischen √ľber 60, ernennt den Klosterwaisen Jonathan zum Subprior. Dies nutzt Waleran, um ihm vor einem Kirchengericht Versto√ü gegen das Keuschheitsgel√ľbde und Nepotismus vorzuwerfen. Daher versucht Jonathan, seinen wahren Vater zu finden. Durch Jack (zu diesem Zeitpunkt bereits 46) erf√§hrt er, dass es Tom Builder war; aber nur die alte Ellen kann dies bezeugen. Sie kann Philip zwar nicht ausstehen, ringt sich aber dennoch zu einer Aussage durch. Sie entlastet Philip und diskreditiert Waleran, indem sie von seinem Meineid berichtet, der Jacks Vater das Leben gekostet hat (siehe Prolog). Waleran, der damalige Prior James und Percy Hamleigh hatten damals erhebliche pers√∂nliche Vorteile aus der Aktion gezogen. Das wird wiederum von dem Greis Remigius best√§tigt, dem verlorenen Sohn, den Philip Jahre zuvor, dem Hungertod nahe, wieder ins Kloster aufgenommen hatte.

K√∂nig Heinrich und die Kirche entfremden sich mehr und mehr. Infolge der Auseinandersetzungen musste sogar der Philip wohlgesinnte Erzbischof von Canterbury, Thomas Becket ins Exil gehen. Philip reist nach einer Auseinandersetzung mit dem K√∂nig nach Frankreich, um den Erzbischof zur R√ľckkehr zu bewegen, was ihm letztendlich auch gelingt. Heinrich und Thomas vers√∂hnen sich, doch die Einigkeit ist zerbrechlich. Schlie√ülich ermorden vor Philips Augen Vasallen Heinrichs, darunter William Hamleigh, in Eigeninitiative den pazifistischen Erzbischof in seiner Kathedrale. Die Stadtbev√∂lkerung sieht in dem Toten einen M√§rtyrer. Mit Philip als Initiator beginnt ein Pilgerzug durch das ganze Land, der sich zu einer Volksbewegung entwickelt.

Jack (50) plant indessen, die von Tom errichteten Mauern der Kathedrale durch eigene, gotische zu ersetzen. Seine Tochter Sally (26) bemalt die Fenster des Doms. Thomas (28), sein Sohn, ist inzwischen Graf von Shiring. Als Beteiligter am Anschlag auf den Volkshelden Thomas Becket wird William Hamleigh (58) in Shiring geh√§ngt. Auch Waleran ist ein gebrochener, gescheiterter Mann; er verr√§t Jack die Beweggr√ľnde f√ľr den Tod seines Vaters: Dieser war Zeuge des Anschlags der Barone auf das Wei√üe Schiff des Thronfolgers, was dann Ausl√∂ser war f√ľr 20 Jahre Anarchie und grenzenlose Gewalt. Wie wenig Jacks Vater jedoch wusste, war den Baronen nicht klar.

K√∂nig Heinrich bekennt zuletzt √∂ffentlich seine S√ľnden und seine Mitschuld am Tod von Thomas und l√§sst sich von den wichtigsten M√∂nchen, Bisch√∂fen und √Ąbten Englands ‚Äď unter anderem Philip ‚Äď symbolisch gei√üeln. Dies ist der H√∂hepunkt in Philips Leben, und √ľbergl√ľcklich denkt er, dass dies die Welt ver√§ndert habe.
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Manu the Voice
Da bekomme ich ja ne harte Säule in meinen knackigen Augen, von der vielen schwarzen Schrift hier. Grin
 
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